Gemeinsam für Flüchtlinge in RSKN

Blick auf die Gemeinschaftsunterkunft Kornhalde. Hier das untere der beiden Häuser. Hier befinden sich auch Beratungsräume der AWO, des Landratsames und der Ehrenamtsraum.

Ankommen - Leben - Mitgestalten

Mit dem Informationsabend im Juni 2015 wurde es im Stadtteil konkret. Eine Flüchtlingsunterkunft für gut 90 Menschen sollte auf den Parkplätzen neben der Sporthalle entstehen. Sorgen und Anregungen der Nachbarn, Eltern und Bürger/-innen im Stadtteil fanden an diesem Abend ihren Platz - doch es wurde auch klar, dass eine Integration nur gelingen kann, wenn Kommune und bürgerschaftliches Engagement gemeinsam Hand in Hand arbeiten.

Daher gründete sich ein Vorbereitungsteam aus Engagierten der  beiden Kirchengemeinden und dem Bürgerausschuss, die sich dieser Aufgabe stellen wollten. Bei einem Informationsabend im Bürgerhaus konnten sich die Interessierten an verschiedenen Thementischen Informationen sammeln und mögliche Arbeitsteams kennenlernen. Von der Fahrradwerkstatt bis zum gemeinsamen Kochteam von Ehrenamt und Flüchtlingen, waren viele Ideen dabei. Gut 300 Menschen fanden an diesem Abend den Weg ins Bürgerhaus und die einzelnen Teams konnten dann mit Planungen und Vorüberlegungen beginnen.

Anfang 2016 wurden dann die Fundamente für die beiden Häuser gegossen und anschließend die Häuser aus Holzteilen zusammengebaut.

Ende Mai war die interessierte Bürgerschaft zu einem Tag der offenen Tür eingeladen. Man konnte einen Blick in die Zimmer und die Küchen werfen, bevor dort dann in den darauffolgenden Tagen die ersten Flüchtlingsfamilien einzogen. Empfangen wurden sie von einem kleinen Begrüßungs-Team, das Taschen mit Informationen, Drogerieartikel und etwas Schokolade gepackt hatten. Auch standen in den Folgetagen Ehrenamtliche zur Verfügung für Gespräche, Bedürfnisse und Hilfestellungen. Das Begegnung-Café entwickelte sich schnell zur Drehscheibe zum Austausch von Informationen und Unterstützung. Auch in den anderen Teams wurde losgelegt. Beim Kochteam wurden erste Rezepte gesichtet, das Gartenteam legte ein Kräuterbeet vor der Unterkunft an, ein Kleidermarkt wurde im Gemeindehaus St. Katharina organsiert und vom Sprachenteam wurden Deutschkurse angeboten. Die Einteilung in die Kurse erfolgte nach vorhergehendem Einstufungstest.

Schon bald nach dem Einzug der Flüchtlinge wurden die ersten Anerkennungen vom Bundesamt für Migration verschickt. Jetzt mussten die Flüchtlinge zum Jobcenter begleitet und Anträge bearbeitet werden. Auch geeigneter Wohnraum für die Anschlussunterbringung wurde gesucht – was auf dem angespannten Wohnungsmarkt nicht ganz einfach war und ist.

Mittlerweile ist schon die nächste Generation Flüchtlinge eingezogen. Auch für Sie stehen die Ehrenamtlichen bereit und haben ein offenes Ohr. Gerne freuen wir uns auch über Ihr Engagement.

 

 

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage:

www.gemeinsam-fuer-fluechtlinge-in-rskn.de