Pilgersymposium Jerusalem

Das Esslinger interreligiöse Pilgersymposium über den Jerusalemweg vermittelt zugleich einen Überblick über die deutschen Pilgerwege in der Region zum Internationalen Friedensweg, der von Santiago des Compostella durch die Mitte Europas ins Heilige Land führt.
Der Jerusalemweg, der weltweit längste Pilgerweg, verbindet Religionen und Völker in einem einzigartigen Friedensprojekt. Ähnlich dem Jakobsweg – aber eben „orientiert“ – soll der Jerusalemweg wie ein sich aus vielen Quellen speisender Strom die verschiedenen historischen Pilgerrouten zu größeren Flüssen vereinen und schließlich auf die bereits bestehende Hauptroute führen. Dieser neue Jerusalemweg wurde u.a. von dem Jakobspilger Johannes Aschauer ins Leben gerufen. Der Weg führt vom „Ende der Welt durch das Herz Europas zum Anfang“. Von hier aus also über Österreich, Ungarn, Serbien, Kosovo, Nordmazedonien, Griechenland, Türkei, Syrien, Jordanien und Israel/Palästina. In Deutschland sind zwei große „Flüsse“ in Vorbereitung: einer vom Rheinland über Speyer und Esslingen, der andere von Fulda aus, die sich in Donauwörth vereinen.


Beim Esslinger Symposium kommen die wichtigsten Vertreter anderer Pilgerwege, auf deren Pfaden der Jerusalemweg in Württemberg zu tun hat: Johannes Aschauer stellt das Projekt an seinem eigenen Weg vor, Julia Kohler vom Jakobushaus in Oberdischingen erzählt aus der Sicht der Gastgeberin am Jakobsweg, Emanuel Gebauer zeigt „Historische Aufbrüche und Pilgerwege von Südwesten Deutschlands ins Heilige Land“, Thomas Dahms stellt die Entstehung und den Verlauf der „Via Romea“ dar. Ulrike Steger von der Stadt Donauwörth schildert, wie sich dort verschiedene Pilgerwege gut vernetzen ließen. Constantin Weyrich beschreibt den quer durch die Region Stuttgart führenden Martinusweg als möglichen Partner des intereligiösen Jerusalem-Way-Projekts. Schließlich berichtet Paul Silberbaur mit Lichtbildern davon, wie er vergangenes Jahr mit über 70 Jahren von Ulm aus in Jerusalem angekommen ist: mit dem Fahrrad, trotz Syrienkrieg.


Am Sonntagmorgen nach dem Pilgersymposium wird es ganz praktisch: Mit einem Pilgersegen können die Teilnehmer von Esslingen zu Fuß über den Schurwald Richtung Kloster Adelberg starten. Rücktransport wird organisiert. Für`s Weiterpilgern auf dem Jerusalemweg in Richtung DJH Hohenstaufen bietet die keb organisatorische Hilfe an. Anmeldung keb Esslingen bis 15. Februar: 
Tel. 0711 - 38 21 74 | info@keb-esslingen.de

Ausschreibung Jerusalem-Symposium 2019
Ausschreibung Jerusalem-Symposium am 22. und 23. Februar 2019 zum Download für Sie.
1945_Jerusalemweg_Karte_2_mail.pdf
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