Stationenweg an Christi Himmelfahrt

Ein bunter Regenbogen gegen den Coron-Blues (Bildquelle: Vetter)

„Der Himmel ist wie ein sorgenfreies Zuhause“

Spiritueller Spaziergang an Christi Himmelfahrt

 

Christi Himmelfahrt – traditionelle Öschprozession in St. Katharina – ökumenisch im großen Zug unterwegs über die Felder und Fluren zum Feldkreuz auf der Neckarhalde und mit musikalischer Begleitung von Münsterchor St. Paul und Stadtkapelle Esslingen? Alles Fehlanzeige in diesem Jahr! Und trotzdem unterwegs sein an diesem besonderen Tag – eben mal anders.

Bei strahlend blauem Himmel beginnend in St. Katharina – Empfangen von einem gut gelaunten Pfarrer Marx und Einstimmung auf einen spirituellen Spaziergang - Lesen des Tagesevangeliums – Inspiration am feierlichen Maialtar. Unterwegs als Familie mit oder ohne Kinder – als Einzelperson oder mit der Nachbarin/der Freundin/dem/der Partner/-in. Für die Kinder die Aufgabe auf dem Weg den Himmel auf die Straße zu malen und für die Erwachsenen das Nachdenken über den Himmel und seine Bedeutung im eigenen Leben. Vorbei an wogenden Weizenfeldern, an bunten Blumenwiesen, den ersten aufbrechenden Pfingstrosen und dem Duft nach Flieder und Holunder - Bienen  summen vorbei. Am Feldkreuz angekommen – durchschnaufen – verweilen für ein paar Minuten. Die Kinder dürfen Seifenblasen pusten oder am benachbarten Spielplatz ein paar Runden die Rutsche hinunterjagen.

Für die Erwachsenen Zeit die Seele baumeln zu lassen, sich an aufgemalten Wölkchen zu erfreuen und die Gedanken zu Papier zu bringen: „Der Himmel ist für mich wie ein sorgenfreie Zuhause.“; „Der Himmel ist heute auch neben mir!“; Das Reich Gottes ist im Himmel und auf Erden zu erleben“ und „Der Himmel kann überall sein, wo wir liebe Menschen treffen.“

Aufgetankt und erholt führt der Weg der Prozessionsroute zur Wiese beim Katharinenstift/Wohnstift Radäcker. Heute schauen die Bewohner aus den Fenstern oder vom Balkon herunter, wie bunte Tonpapierbögen ausgelegt werden und sich langsam ein Regenbogen bildet. Das Zeichen, das Kinder für ihre Freunde. Mitschüler und die Großeltern in den vergangenen Wochen in die Fenster gehängt haben. Der Regenbogen – Bindeglied zwischen Erde und Himmel oder zwischen den Generationen und den Freunden. Den Abschluss bildet die Station an und in der Evangelischen Kirche Sulzgries. Behutsam durch das mit Steinen gelegte Labyrinth des Lebens - die Sorgen des Alltags am Altar ablegen. Sie finden hier Platz. Das Mühsame dort lassen und ein befreites Hinaustreten in die wärmende Sonne. Da ist der Himmel wieder!

 

Ein Dankeschön dem Organisationsteam um Frau Pfarrerin Wille und Pfarrer Stefan Möhler, dem Mini-Kirchen Team, Pfarrer Marx , Familie Häusler am Feldkreuz und allen Himmels- und Regenbogenkünstlern und den Spaziergängern.